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Warum stehen Menschen jeden Tag auf und gehen zur Arbeit? Warum gehen manche Menschen ins Fitnessstudio und manche nicht? Nicht immer verbirgt sich hinter den Dingen, die wir tun, sehr viel. Die meisten müssen arbeiten, um leben zu können. Wir essen, um nicht zu hungern. Diese Dinge sind für die meisten von uns sinnvoll, und wir denken nicht weiter darüber nach. Erst wenn Menschen Außergewöhnliches, etwas Furchtbares oder Schwieriges tun, fragen wir uns, warum sie dies tun. Erst wenn wir nach einiger Zeit der beruflichen oder privaten Routine feststellen, dass wir uns nicht wohlfühlen, fragen wir, warum das so ist und stellen uns die Frage nach dem Sinn. Auch belastende Erfahrungen wie Krankheiten, Trennungen oder Entlassungen sind häufig die Auslöser für eine Sinnfrage. Diese Situationen lassen uns deutlicher spüren, dass uns eventuell eine persönliche Vision fehlt, die uns motivational abholt.

Die persönliche Vision entwickelt eine motivationale Zugkraft

Eine persönliche Vision ist eng mit der Frage nach dem Warum verbunden. Denn erst, wenn wir wissen, was uns persönlich antreibt, werden wir in der Lage sein, ein Bild der Zukunft zu entwickeln, in der alle Bedürfnisse zu einem unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft befriedigt sind. Damit ist das Wesen der Vision definiert. Eine Vision ist groß und entwickelt damit eine starke Zugkraft.

Ohne eine persönliche Vision steuern oder stolpern wir womöglich eher zufällig von einem beruflichen Schritt zum anderen. Mit Glück fühlen wir uns in unseren Rollen wohl. Doch häufig sieht die Realität anders aus. Für einige bleibt der Schritt in eine erwartete verantwortungsvolle Führungsposition verwehrt. Für andere ergibt die rein wirtschaftlich orientierte Gewinnmaximierung ohne tieferen gesellschaftlichen Beitrag keinen ausfüllenden Sinn mehr. Manche ziehen sich durch die empfundene Arbeitsbelastung in ihr Privatleben zurück. Andere entwickeln körperliche Krankheitssymptome und flüchten damit womöglich unbewusst aus der unbefriedigenden Situation.

Doch allen ist etwas gemeinsam: Sie spüren instinktiv, dass sie an ihrer menschlichen Natur, an ihrer Persönlichkeit vorbei leben und arbeiten.

Identifizieren Sie Ihre starken Motive als Basis für Ihre persönliche Vision

Doch was hilft heraus aus dieser Unzufriedenheit? Nicht immer ist uns vollständig bewusst, was die genauen Auslöser sind. Denn es liegt in der menschlichen Natur, dass die tagtäglichen Entscheidungen und Vorlieben häufig unbewusst gesteuert sind. Dies hat auch einen biologischen Sinn. Denn wenn wir alle Informationen bewusst verarbeiten würden, würden wir für einfache Entscheidungen, wie z. B. die Wahl einer Zahnpasta-Marke mehrere Tage brauchen. Unser Gehirn wäre schlichtweg überfordert.

Deswegen lohnt sich ein Blick auf das, was uns wirklich antreibt. Denn erst, wenn wir unsere unspezifischen Beweggründe für unser Verhalten, unsere Motive besser kennen und spüren, haben wir die Chance, aus einer festgefahrenen Situation zu entkommen. Da Motivation reine Emotion ist, hilft es, mit einer  Befragungstechnik, die Emotionen misst, den Motiven und ihrer motivationalen Handlungsenergie auf die Spur zu kommen. Dies bietet die MotivationsPotenzialAnalyse (MPA). Die Auswertung der computergestützten MPA zeigt, wie stark 26 menschliche Motive bei uns ausgeprägt sind. Damit bekommen wir einen klaren Zugang zu uns selbst und verstehen mit der Reflektion verschiedener Situationen emotionale Beweggründe viel besser. Denn Emotionen und emotionale Bewertungen beeinflussen maßgeblich unser Verhalten.

So entwickeln Sie eine persönliche Vision

Wenn Sie Ihre starken Motive kennen, ist dies eine hervorragende Basis, eine persönliche Vision zu entwickeln. Denn so stellen Sie sicher, dass die Vision auch wirklich emotional attraktiv ist und zu Ihrer Persönlichkeit passt. Sie haben dafür folgende Möglichkeiten:

  1. Visionsbox: Erstellen Sie eine Tabelle mit 4×4 Zeilen und Spalten. Ordnen Sie die vier stärksten Motive in der ersten Spalte untereinander auf. In der Kopfzeile notieren Sie  die wichtigsten Situationen im Leben, in denen die Motive z. Zt. oder auch zukünftig angesprochen werden könnten. Beurteilen Sie mit einer Skala von 1 – 10, wie stark Sie in den Situationen Ihre Motive spüren bzw. ausleben können. Entwickeln sie für die Situationen, in denen Sie Ihre Motive nur wenige ausleben, neue Handlungen, um Motive besser anzusprechen. Überlegen Sie, in welchen weiteren Situationen Sie Ihre Motive auch optimal ausleben können. Aus der Gesamtheit Ihrer neuen Handlungen formulieren Sie eine Essenz, einen Satz, die Ihre Vision in Kürze umschreibt.
  2. Visionsbrief: Schreiben in einem Brief herunter, was Sie in Ihrem idealen Zustand tun. Malen Sie sich aus und schreiben Sie nieder, was Sie gerade machen, erleben, riechen, hören oder schmecken. Mit welchen Personen sprechen Sie, wen treffen Sie, was unternehmen Sie, wie wohnen und arbeiten Sie etc. Schreiben Sie in der Gegenwartsform, lassen Sie hier Ihrer Phantasie freien Lauf und denken Sie groß!
  3. Visionscollage: Eine dritte Möglichkeit, die Sie ergänzend nutzen können: Nehmen Sie eine Flipchart-Seite und kaufen Sie verschiedene Zeitschriften. Suchen Sie sich aus dem Bauch heraus aus den Zeitschriften die Bilder aus, die am besten Ihrer optimalen Vorstellung von der Zukunft entsprechen. Schneiden Sie sie aus kleben Sie in einer Collage auf die Flipchart-Seite. Das Ganze können Sie natürlich auch in einem Online Dokument digital erstellen.

Vorteile der persönlichen Vision

Zusammengefasst hat eine persönliche Vision folgende Vorteile:

  • Basierend auf Ihren starken Motiven ist sichergestellt, dass Sie zukünftig bewusst und unbewusst alle Ihre Handlungen auf die große und sehr attraktive Vision ausrichten.
  • Damit fließt Ihre Handlungsenergie leicht und Sie müssen sich nicht unnötig verbiegen.
  • Sie werden Veränderungen in Ihrem Fühlen und Handeln feststellen, die maßgeblich Ihr psychobiologisches Wohlbefinden vergrößern.

Worauf warten Sie noch? Entwickeln Sie jetzt eine große persönliche Vision. Sie werden mit sich zufrieden sein!