Kommunikation

Feedback bekommen: Wie Sie mit Kritik richtig umgehen

Veröffentlicht unter Kommunikation - 21. Juni 2017
Kritik CONVINTO

Die meisten von uns kennen die Situation: der Chef bittet zum Feedbackgespräch und die Alarmglocken im Kopf fangen zu läuten an. Dabei ist es häufig egal, ob man der Meinung ist, gute Arbeit geleistet und nichts zu befürchten oder Angst vor negativer Kritik zu haben. Ein Feedbackgespräch mit dem Vorgesetzten löst einfach Stress aus. Dabei kann nicht nur die Ungewissheit vor dem Gesprächsinhalt Grund für die eigene Aufregung sein. Auch die Unsicherheit, wie man sich in so einer Situation angemessen verhält, kann Stress verursachen. Die gute Nachricht: man kann sich durchaus vorbereiten! Einige Tipps und Tricks helfen dabei, solch einem Gespräch etwas entspannter zu begegnen. Und anschließend richtig mit der Kritik umzugehen.

Wie verhalte ich mich während des Feedbackgesprächs?

In der Regel wird eine Rückmeldung vorher angekündigt. Das ist auch wichtig und gut so, denn es gibt Ihnen die Chance, sich der Situation vorbereitet zu stellen. Nutzen Sie die Gelegenheit, denn auch Ihr Chef wird wissen, wie er richtig Feedback gibt. Folgende Verhaltensweisen sollten Sie – als Feedback-Nehmer – berücksichtigen:

  • Reflektieren Sie sich und Ihre Arbeit der letzten Zeit. Dies hilft, um sich für mögliche Kritikpunkte innerlich zu wappnen und darauf reagieren zu können.
  • Nehmen Sie Kritik an. Aber: nicht bedingungslos. Können Sie etwas überhaupt nicht nachvollziehen, fragen Sie nach und bitten um weitere Erklärung.
  • Eine eigene Meinung ist nicht verboten. Sehen Sie einen Punkt gänzlich anders, widersprechen Sie. Beachten Sie dabei, dass Sie sinnvolle Gegenargumente anbringen.
  • Bleiben Sie stets höflich und professionell. Kritik kann weh tun (auch anständig formulierte) und negative Empfindungen in Ihnen auslösen. Seien Sie auch in diesen Situationen sachlich und vermeiden Sie eine trotzige oder gar aggressive Reaktion.
  • Verzichten Sie auf Schuldzuweisungen oder Rechtfertigungen. Sprechen Sie in der Ich-Perspektive.
  • Bereiten Sie selbst Fragen und Wünsche vor. Ein Feedbackgespräch ist für Sie auch eine Chance, um Ihren Arbeitsalltag mitzugestalten.
  • Notieren Sie sich die wichtigen Punkte des Gesprächs. Zum einen signalisieren Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie seine Anmerkungen als wichtig empfinden. Zum anderen hilft es Ihnen nach dem Gespräch, um Genanntes nicht zu vergessen und umsetzen zu können.

Und was kommt nach der Kritik?

Ein konstruktives Feedbackgespräch kann in jedem Fall eine Bereicherung sein. Allerdings nur dann, wenn Anmerkungen und Kritikpunkte anschließend auch beachtet bzw. umgesetzt werden.

Wichtig ist, dass Sie sich nach dem Gespräch Zeit nehmen, um zu analysieren. Nutzen Sie dafür Ihre Gesprächsnotizen. Ein nachträgliches Sortieren hilft, um sich über die unterschiedlichen Punkte klar zu werden und Prioritäten zu setzen. Im Zweifelsfalle können nämlich nicht alle Anmerkungen sofort umgesetzt werden. Eine Priorisierung ist daher wichtig. Auch eine zweite Meinung kann nicht schaden. Bitten Sie Arbeitskollegen um eine Einschätzung und klopfen Sie damit das erhaltene Feedback noch einmal ab.

Sind Sie mit der Nachbereitung des Gesprächs fertig, beginnen Sie mit der Umsetzung. Hierbei ist es wichtig, sich selbst Ziele zu setzen und Kontrollen durchzuführen. Seien Sie sich darüber im Klaren, was Sie erreichen / ändern möchten und welche Schritte dafür notwendig sind. So können Sie Zwischendurch immer wieder gegenchecken, ob Sie Ihre eigenen Anforderungen erfüllen.

 

In diesem Sinne: Das nächste (angstfreie) Feedbackgespräch kann kommen!