Kommunikation

Wertschätzung – Haben Sie genug davon?

Veröffentlicht unter Kommunikation - 24. Mai 2017
Wertschätzung CONVINTO Sabine Henjes Coaching Hamburg

Zahlreiche empirische Studien belegen, dass 3 Faktoren die größte Wirkung auf die Arbeitsmotivation und -zufriedenheit haben:

  1. Arbeitsbedingungen (Betriebsklima)
  2. Erfolgserlebnisse bei der Arbeit und
  3. Anerkennung des Vorgesetzten.

Dies bedeutet, dass Wertschätzung eine zentrale Rolle spielt, um Handlungen zu aktivieren und Mitarbeiter zu Leistungen anzuspornen, die sie dazu auch wirklich gerne erbringen.

Fremdanerkennung – aber nicht zu jedem Preis

Wertschätzung ist eine der 13 Motivkategorien in der MotivationsPotenzialAnalyse. Sie beinhaltet die Motive Fremdanerkennung und Selbstanerkennung, die gegensätzliche Pole bilden. Diese beiden Motive sind bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Selbstanerkennung bedeutet, sich selbst eine Rückmeldung zu geben und damit sich die Zufriedenheit mit den eigenen Entscheidungen und Leistungen selbst zu schaffen. Fremdanerkennung bedeutet, dass wir nach der persönlichen Rückmeldung von Anderen streben.

Bei Menschen, bei denen der Wunsch nach Anerkennung von Anderen sehr stark vorhanden ist, führt dies dazu, dass Sie sich häufig mehr mit den Bedürfnissen anderer Menschen auseinandersetzen. Sie versuchen, diesen Bedürfnissen gerecht zu werden um damit die verbundene Anerkennung zu bekommen. Damit begeben sie sich tendenziell in eine Abhängigkeit von der Reaktion Anderer. Ähnlich erging es einer meiner Kundinnen. Die Angestellte fühlte sich für sämtliche Projekte verantwortlich. Arbeitsreiche Tage bis in die späten Abendstunden waren die Folge – und führten zur totalen Erschöpfung. Dies alles nur, um ein positives Feedback vom Chef zu bekommen.

Wertschätzung und Lob ist wichtig

Häufig wird dieses Feedback aber nicht gegeben! Wenn Sie wissen, dass die Rückmeldung durch Andere Motivation bei Ihnen auslöst, dann hilft folgendes: Holen Sie sich von Chef und Kollegen immer wieder Feedback zu Ihrem Engagement ein. Fragen Sie gezielt nach. Lassen Sie nicht nur Ergebnisse, sondern auch Ihre Arbeitsmoral beurteilen. Sicher, negatives Feedback kann dann auch demoralisierend wirken. Doch wenn es mit positivem Feedback verbunden wird, dann wird es Sie Sie auch wieder motivieren und Ihren Spaß am Job steigern.

Andererseits können viele Menschen Lob nicht annehmen. Sie fühlen sich peinlich berührt, sobald sie Anerkennung erfahren. Doch der richtige Umgang damit lässt sich lernen. Nutzen Sie beispielsweise gute Leistungen Ihrer Kollegen, um diese zu loben. Ihre Kollegen werden sich bestimmt darüber freuen. Die Stimmung im Team steigt, Ihre Beziehungen zu Ihren Kollegen verbessern sich. Von einer positiven Arbeitsatmosphäre profitieren dann auch Sie. So macht Ihnen Ihr Job nicht nur mehr Spaß, auch Ihre Leistung – und die des Teams – wird sich spürbar verbessern.