Führungskompetenz

Machtformen – Welche Arten von Macht gibt es?

Veröffentlicht unter Führungskompetenz - 8. Februar 2018
Machtformen Coaching Hamburg Sabine Henjes CONVINTO

Macht und das Ausüben von Macht ist Teil unseres gesellschaftlichen Lebens. Wie werden im Privat- sowie Familienleben damit konfrontiert. Auch bei der Arbeit spielen Machtkonstellationen eine große Rolle. Dabei ist Macht nicht gleich Macht. Es gibt verschiedene Machtformen, die in unterschiedlichen Situationen zum Einsatz kommen. 

Die fünf Machtbasen

Macht beschreibt ein bestimmtes Beziehungsverhältnis zwischen dem „Machtausübenden“ und dem „Machtlosen“. In der Regel zeichnet sich der Machtausübende dadurch aus, dass er über eine ausgeprägt Machtmotivation sowie relevante Machtressourcen verfügt. Die Grundlagen sozialer Macht wurden durch French/Raven 1959 bestimmt. Laut dieser Erkenntnisse gibt es fünf verschiedene Machtformen.

  1. Belohnungsmacht: Eine Partei ist in der Lage eine andere zu belohnen und dadurch Macht auszuüben.
  2. Bestrafungsmacht: Diese Machtform ist quasi die Rückseite der vorangegangenen Machtform. Macht wird hier durch Zwang oder das Androhen negativer Konsequenzen ausgeübt. Sowohl bei der Belohnungs- als auch bei der Bestrafungsmacht gilt: potenzielles Lob oder Strafe muss glaubwürdig sein
  3. Legitime Macht: Hierbei wird Macht durch eine jeweilige Rollenverteilung gelebt. Es muss eine klare Hierarchie herrschen sowie Gehorsams- und Pflichtwerte empfunden werden.
  4. Expertenmacht: Kennen Sie das Sprichwort „Wissen ist Macht“? Genau das ist der entscheidende Punkt dieser Machtform. Macht wird ausgeübt, indem eine Person über spezielles bzw. einzigartiges Wissen verfügt, das für andere wichtig ist.
  5. Vorbildmacht: Diese Machtform lebt davon, dass eine Person als Identifikationsfigur für andere darstellt. Die Ausstrahlung einer Person kann andere Menschen begeistern und motivieren.Erkennen Sie sich in einer dieser Machtformen wieder?

Machtformen in Führungspositionen

Gerade Menschen in Führungspositionen mit Verantwortung und Weisungsbefugnis üben regelmäßig Macht aus. Die Aufgliederung von Macht in verschiedene Typen zeigt deutlich, dass Macht facettenreich ist. Führungskräfte haben also immer die Wahl, welche Form der Macht sie ausüben möchten, wovon sie stärker und wovon sie weniger Gebrauch machen möchten.

Wichtig für die Wahl der eingesetzten Machtform ist außerdem das Wissen über das konkret verfolgte Ziel. Wollen Sie Visionen vermitteln oder Überzeugungsarbeit leisten? Dann seien Sie ein Vorbild. Möchten Sie Ihre Mitarbeiter zu verstärktem Engagement bewegen und Anreize setzen? Hier könnten Sie die Belohnungsmacht passend einsetzen. Dies sollten nicht nur externe Anreize wie höheres Gehalt oder andere Incentives sein. Wenn Sie die Motive bei Mitarbeitern erkennen und Sie sie entsprechend einsetzen, wird dies Motivationspotenzial und entsprechend hohe Leistungen erzeugen.

Auch Bestrafungen sind eine legitime Machtform. Allerdings ist der Leitgedanke ratsam, dass Bestrafungsmacht nur sehr dosiert zum Einsatz kommen sollte. Wer Bestrafungen einsetzt, der offenbart zeitglich auch, dass er oder sie keine anderen Mittel hat, um sich durchzusetzen. Außerdem können vermehrte Strafen und Sanktionen zu einer schlechten Teamstimmung und damit auch zu unzureichenden Arbeitsergebnissen führen

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