MotivationsPotenzialAnalyse

Unbewusste Motive – Welche inneren Beweggründe bestimmen mein Verhalten?

Veröffentlicht unter MotivationsPotenzialAnalyse - 4. Mai 2017
Motive CONVINTO Sabine Henjes Coaching Hamburg

Jeder kennt diesen einen Menschen, der stets hoch motiviert wirkt und bei der Arbeit einen Erfolg nach dem anderen verbucht. Und dies scheint ihm auch noch leicht von der Hand zu gehen.

Die Frage nach dem Geheimnis der sogenannten Gewinnertypen haben sich viele von uns schon einmal gestellt. Eine mögliche Antwort darauf: Eine gute Selbstreflexion und die Bewusstmachung der eigenen, häufig unbewussten Motive!

Was sind unbewusste Motive?

Motive sind angeboren und sind ein stabiler Teil unserer Persönlichkeit. Werden Motive angesprochen, entsteht sprichwörtlich, „Bewegung“ einhergehend mit einem angenehmen Gefühl – kurz Motivation. Ein Motiv, das in einer Situation angesprochen wird, ist zugleich ein Potenzial. Motivation wird ausgelöst und es entsteht Handlungsenergie.

Aus Sicht der allgemeinen Psychologie ist ein Motiv also in der Regel ein stabiles (unveränderliches ) Persönlichkeitsmerkmal, das durch Anreize der Umwelt angeregt wird. Basis für die die Motivbeschreibungen sind die in der Psychologie unstrittigen „big three“ nach David McClelland „Leistung“, „Macht“ und „Anschluss“. Diese sind die Basis für die Beschreibung 26 weiterer Motive und ihrer Definitionen.

Diese drei Motivrichtungen haben jeweils zwei gegensätzliche Pole:

Das Leistungsmotiv beschreibt die Hoffnung auf Erfolg. Der Mensch ist zuversichtlich, dass er erfolgreich sein wird. Das Ziel besteht stets darin, durch diszipliniertes Handeln Erfolge zu erzielen. Die Vorstellung Misserfolge oder Versagen zu erleben wird hingegen stark gefürchtet.

Das Machtmotiv beinhaltet die Hoffnung auf Macht und Einfluss. Menschen, deren Machtmotiv ausgeprägt ist, übernehmen gern die Führungsposition und sehen sich selbst gern im Mittelpunkt. Es ihnen wichtig die Kontrolle über sich selbst und die Situation innezuhalten. Im Gegensatz dazu steht die Befürchtung, ohnmächtig und einflusslos zu sein und sich abhängig von außen zu sehen.

Das Anschlussmotiv setzt die positiven Beziehungen zu anderen Menschen in das Zentrum. Man hofft, von anderen akzeptiert zu werden und Anschluss zu finden. Dabei kann es um den richtigen Lebenspartner, eine harmonische Familienstruktur und/oder innige Freundschaften gehen. Auf der anderen Seite kann es Furcht vor Zurückweisung geben: eine Person hat Angst, bei anderen nicht gut anzukommen.

Die eigenen Motive kennenlernen

Nicht selten stehen unbewusste Motive und unsere bewussten Erwartungen an uns selbst im Konflikt. Denn das, was uns innerlich prägt und das, was wir glauben erreichen zu wollen, können komplett gegensätzlich sein. So ein Kampf zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein kann nicht nur zu Stress und ausbleibenden Erfolgserlebnissen führen – es kann auch richtig unglücklich machen.

Ein erster Schritt, sich den inneren Beweggründen zu nähern, kann eine Situationsanalyse sein. Hierbei geht es darum genau hinzuschauen, welche Emotionen in bestimmten Situationen spürbar sind. Besonders aussagekräftig sind dabei jene Momente, in denen starke Gefühle empfunden werden. Folgende Grundfragen sollten Sie sich bei einer solchen Analyse stellen:

  1. In welcher Situation habe ich heute welche Gefühle beobachten können? Wobei habe ich Freude, Wut, Trauer, Scham etc. gespürt
  2. Wodurch wurde das Gefühl in jener Situation vermutlich ausgelöst?
  3. Welche Rolle habe ich in dieser Situation eingenommen? Was habe ich konkret getan?
  4. Welches unterbewusste Motiv wurde in dieser Situation möglicherweise bedient? Und welches vernachlässigt?

Zugegeben, es ist nicht leicht die eigenen Gefühle stets klar zu benennen und voneinander zu unterscheiden. Es braucht Übung und eine Menge Mut zur Selbstreflexion, um zu erkennen, wann welche Emotion aktiv ist.

Der ein oder andere wird sich nun vielleicht fragen, warum man seine Gefühle so genau kennenlernen muss, um sich besser motivieren zu können und erfolgreicher zu sein. Es ist ganz einfach: auch Motivation ist eine pure Emotion. Die eigene Gefühlswelt zu ergründen ist die unumstößliche Basis.

Tipp: Fertigen Sie ein Diagramm Ihrer Tagesemotionen an und beschriften Sie die signifikanten Ausschläge nach oben oder unten mit Gefühl und Auslöser.

Erfolgsrezept: Eigene Ziele und Motive verbinden!

Sei es nun im Beruf oder im Privatleben, das Wissen über die persönlichen unbewussten Motive kann helfen, für sich passende Zielsetzungen zu formulieren. Damit sind realistische Ziele gemeint, die für die eigene Person erfüllbar sind und zu Erfolgserlebnissen beitragen.

Wer weiß, wer er ist und was er kann, der wird auch die richtigen Entscheidungen treffen.

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