Rhetorik

Wie Sie mit einem guten Redeaufbau überzeugen

Veröffentlicht unter Rhetorik - 2. Dezember 2017
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Kennen Sie diese Situation? Sie sind gefordert, kurzfristig vor Kollegen oder Mitarbeitern eine Präsentation zu halten? Oder Sie sollen auf einer Familienfeier oder in Ihrem Verein eine Ansprache halten? Egal ob kurzfristig spontan gesprochen oder von langer Hand vorbereitet: Ein guter Redeaufbau hilft in jedem Fall, Ihre Botschaft überzeugend zu vermitteln. Denn eine Rede ohne Gliederung ist wie ein Hausbau ohne Fundament: Es wird wackelig und ungenau.

Was macht einen guten Redeaufbau aus?

Ein guter Redeaufbau erleichtert Ihren Zuhörern, Ihrem Vortrag zu folgen und zu verstehen.

Jede Rede sollte grundsätzlich aus drei Teilen bestehen:

1. Einleitung
2. Hauptteil
3. Schlussteil

Eine gute Einleitung erzeugt Interesse

Die Einleitung sollt sofort die Aufmerksamkeit Ihres Publikums erregen. Dies machen Sie, in dem Sie z. B. eine spektakuläre Frage, eine Behauptung oder eine Verallgemeinerung an Ihre Zuhörer richten. Ein Zitat, eine Geschichte oder Veranschaulichung helfen ebenfalls, das Interesse zu wecken. Alternativ zeigen Sie einen passenden Gegenstand oder ein Bild. Diese genannten Möglichkeiten sollten immer zum Thema passen!

Dieser Start hilft Ihnen, eine Beziehung zum Publikum aufzubauen. Entschuldigen Sie sich niemals bei Ihren Zuhörern! Manche Redner entschuldigen sich für ihre erkältete Stimme oder dass der Beamer nicht gleich funktioniert hat. Dies verringert Ihre Überzeugungskraft. Vermeiden Sie abgedroschene Phrasen wie „Haben Sie jemals darüber nachgedacht?“, langatmige Geschichten, oder Witze und Anekdoten, die mit dem Thema nichts zu tun haben.

Der Hauptteil sollte aus drei bis fünf inhaltlichen Punkten bestehen. Das ist die Menge, die sich Menschen am ehesten merken. Überlegen Sie sich, welche Themen wichtig sind und Sie vermitteln wollen. Die Hauptpunkte belegen Sie jeweils mit einem Unterpunkte und mit einem Beweis.

Sie sagen beispielsweise: „Das Essen von Obst und Gemüse versorgt Sie mit Nährstoffen, die Ihr Körper braucht.“
Der Unterpunkt bildet die Aussage: „Sie beinhalten Kohlenhydrate, Proteine und Fette, die der Körper zur Energieerzeugung und zum Zellenaufbau braucht.“ Als Beweis führen Sie dann eine Statistik oder Meinungen von Fachleuten an. Sie zeigen Diagramme, Tabellen oder beweisbare Fakten. Darüber hinaus können Sie eine Geschichte aus dem Leben erzählen oder ein Zitat verwenden, die die Aussage stützen.

Der Schlussteil weckt Emotionen, die in Erinnerung bleiben

Im Schlussteil vermitteln Sie Ihre Aussage und die Hauptpunkte so, dass Ihre Zuhörer sich später daran erinnern.

  • Wenn Sie Ihre Zuhörer informieren wollten, dann beschließen Sie Ihre Rede mit einer Zusammenfassung.
  • Wenn Sie Ihr Publikum von etwas überzeugen oder motivieren wollten, dann schlagen Sie eine Handlung vor.
  • Sie verstärken Ihre Aussage, in dem Sie mit einer letzten Bemerkung schließen. Dazu verwenden Sie z. B. eine Handlung, ein Zitat, Anekdoten oder eine Frage.

Beenden Sie Ihren Vortrag mit Nachdruck und Zuversicht. Denn das Gefühl, das Sie am Ende bei Ihren Zuhörern hinterlassen, bleibt stärker in Erinnerung als die Inhalte!

Ihre Sabine Henjes

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