Kommunikation

Positives Feedback – Die Kraft der Anerkennung

Veröffentlicht unter Kommunikation - 28. Juni 2017
positives Feedback CONVINTO

Fällt der Begriff des Feedbacks, so denken viele erst einmal an etwas Negatives. Daran, den Finger in die Wunder der eigenen Unzulänglichkeiten gelegt zu bekommen. Nicht nur Feedbacknehmer verspüren häufig dieses ungute Bauchgefühl. Auch Führungskräfte, die Feedback geben, fühlen sich mit der Thematik oft unwohl und unsicher. Kennt man es doch noch allzu gut aus der eigenen Schulzeit, wie unangenehm so ein Benotungsgespräch sein konnte.

Genau an dieser Stelle liegt das Problem. Feedback ist zu sehr besetzt mit Negativität und Unwohlsein. Und fungiert leider häufig als bloßer Fehlerbericht. Dabei muss und sollte dem nicht so sein. Die Kraft von Feedback liegt nämlich vor allem in positivem Feedback.

Warum ist positives Feedback so wichtig?

Getreu der Einstellung „Was soll ich denn sagen? Ich habe ja nichts zu meckern!“ mögen viele den Nutzen positiven Feedbacks nicht direkt sehen. Aber: Fehlendes Lob und Anerkennung sorgen häufig für Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern.

Zudem freut positive Rückmeldung nicht nur den Einzelnen, es trägt auch zum Erfolg eines Unternehmens bei. Es schafft ein Klima der Motivation. Und es sind eben diese motivierten Mitarbeiter, die leistungsstark sind und „gute Arbeit“ machen. Außerdem:

  • macht es glücklich,
  • baut das Selbstwertgefühl auf,
  • erhöht die eigene Wertschätzung

All diese Attribute sind nicht nur schöne Begleiterscheinungen. Sie bewegen auch tatsächlich etwas in einem Menschen. Im Kern strebt jeder von uns nach Wertschätzung. Bekommt man diese, sorgt das für ein gutes und gesundes Selbstwertgefühl – ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Wachstums.

Das Vorgehen

Positives Feedback will, wie alle anderen Rückmeldungen, gut vorbereitet sein. Die Herausforderung besteht darin, nicht in eine platte Lobhudelei zu verfallen. Positives Feedback soll nicht abgenickt und abgehakt werden, sondern etwas auslösen. Merken Sie sich:

  • Geben Sie positivem Feedback seinen eigenen Raum. Entkoppeln Sie es von der veralteten Funktion auf etwas Negatives vorzubereiten.
  • Nennen Sie alle Stärken, die Sie bemerkenswert finden. Dem Gegenüber mögen einige Pluspunkte überhaupt nicht bewusst sein.
  • Seien Sie ehrlich. Loben sie nur das, was sie wirklich lobenswert finden.
  • Seien Sie einfühlsam und verständnisvoll. Positives Feedback kann für manch einen ebenso schwierig aufzunehmen sein, wie negatives.
  • Bewerten Sie immer das Verhalten, nie die Person.

Selbstverständlich wird es immer wieder Feedbackgespräche geben, die sich auf das Optimieren von Arbeits- oder Verhaltensweisen beziehen. Umso wichtiger, dass Sie positives Feedback zwischendurch einbauen. Am besten regelmäßig, denn positive Erfahrungen brauchen länger, um im Gehirn gespeichert und verankert werden.

 

Halten wir fest: Es lohnt sich, immer mal wieder richtig wertschätzend zu sein!