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Meeting Knigge: Tun Sie das bitte NIE im Meeting!

Veröffentlicht unter Aktuelles - 13. Januar 2016
Meeting Knigge CONVINTO Sabine Henjes Coaching Hamburg

Bei dem Wort Meeting stöhnen die meisten Arbeitnehmer instinktiv auf. Meetings werden mit endlosen Redebeiträgen, Diskussionen, die sich im Kreis drehen und langweiligen Vorträgen assoziiert. Schlimmstenfalls hockt man stundenlang aufeinander, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Kein Wunder, dass manchen Mitarbeitern die Augen zufallen und andere verstohlen E-Mails auf Ihrem Smartphone checken. Doch Vorsicht! Wer sich im Meeting regelmäßig daneben benimmt, hat seine Karrierechancen schnell verbaut. Welche Fauxpas‘ Sie sich in Besprechungen nicht erlauben sollten…

Jedes Meeting ist eine Bühne

Mag das Meeting noch so langweilig sein, denken Sie daran, dass Sie vor Publikum agieren. Ihre Vorgesetzten und Kollegen sind in dieser Situation Ihre Zuschauer. Sie stehen unter Beobachtung, was Körpersprache und Ausdruck angeht. Ein Meeting kann Ihre Chance sein, sich mit Ihren Ideen zu profilieren. Aber es kann auch zu einer Stolperfalle werden, die den Chef an Ihren Fähigkeiten zweifeln lässt. An grobe Schnitzer wird er sich auch noch erinnern, wenn es um eine Beförderung geht. Bekommen Sie den Oskar oder die goldene Himbeere?

Vier außergewöhnliche Tipps für bessere Meetings

  1. Eröffnen Sie das Meeting mit einem Highlight.

    Der Auftakt eines Treffens kann den gesamten Verlauf enorm beeinflussen. Fragen Sie die Teilnehmer doch zuerst, was jeder einzelne vor kurzem Erfreuliches erlebt hat. Oder starten Sie mit einer Anekdote, einer Sache, die Sie kürzlich gelernt haben oder auf die Sie sich diese Woche freuen. Erzählen Sie eine Geschichte von Menschen, die zum Vorbild taugen – entweder aus der Historie oder dem Unternehmen.

  2. Nutzen Sie Schweigeminuten.

    Meetings zeichnen sich meist dadurch aus, dass pausenlos geredet wird. Selbst wenn schon alles gesagt ist – im Zweifel hat es noch nicht jeder gesagt. Die meisten Menschen empfinden plötzliche Stille in einem Meeting unerträglich oder gar als Zeichen von akuter Ahnungslosigkeit. Unfug! Wer schweigt, denkt vielleicht noch zu Ende und erspart der Runde so nur Unausgegorenes. Zudem braucht unser Gehirn Zeit, die zahlreichen genannten Ideen und Gedanken zu einem neuen besseren zu verknüpfen.

  3. Unterbrechen Sie Ihr Meeting unregelmäßig.

    Kaum etwas blockiert Kreativität so sehr wie Routinen. Und nichts ermüdet schneller als ein Meeting, das sich scheinbar endlos zieht. Überraschende und kurze (!) Pausen durchbrechen diese Abwärtsspirale. Zudem sorgen Sie dafür, dass die Blickwinkel nicht zementieren. Fünf Minuten Zeit für aufstehen, strecken, umherlaufen, lüften, trinken, plaudern, … reaktivieren Motivation und Vitalkräfte.

  4. Verzichten Sie auf Tische.

    Oder noch besser: Halten Sie Ihr Meeting gleich im Stehen ab. Erstens, weil sich damit die Laberzeit automatisch verkürzt. Zweitens, weil sich die Leute dann mehr und besser aufeinander zu bewegen. Ein Tisch symbolisiert immer eine Art Schutzwall. Drittens, weil sich dann keiner hinter seinem Tisch oder Nachbarn verstecken kann. Allein die sichtbare Position sorgt für weniger Herumlümmeln und mehr Engagement. Wenn überhaupt taugen Tische allein, um darauf Getränke oder Gebäck für die Pausen abzustellen.

    MeetingsImStehen

Peinliche Ausrutscher, die Ihnen im Meeting nicht passieren sollten

Diese Peinlichkeiten, Pannen und Unhöflichkeiten sollten Sie in Meetings unbedingt vermeiden:

  • Mittendrin eindösen.

    In einer langweiligen Theatervorstellung, bei der nur die Bühne beleuchtet und der Zuschauerraum im Dunkeln ist, mag es niemandem auffallen, dass Sie einschlafen. Im Konferenzraum werden Sie mit Sicherheit ertappt, spätestens wenn Sie wie vom Donner gerührt aufwachen und sich verwirrt im Raum umsehen. Wer bereits müde zur Arbeit kommt und sich dann noch lange Vorträge anhören muss, an denen er nicht mitwirken kann, wird automatisch schläfrig. Das ist zwar völlig nachvollziehbar, doch der Redner wird Ihr Verhalten als Affront empfinden. Ist ein längeres Meeting anberaumt und Sie sind müde, bewegen Sie sich vorher. Bewegung hilft gegen Müdigkeit. Während des Meetings hilft es mitzudenken und Ihr Gehirn arbeiten zu lassen. Dann fallen Ihnen auch nicht die Augen zu.

  • Mit dem Sitznachbarn tuscheln.

    Es ist Montagmorgen und eigentlich würden Sie Ihrer Arbeitskollegin viel lieber vom Wochenende erzählen, als im Meeting zu sitzen. Doch sich flüsternd zu unterhalten und eventuell unterdrückt zu lachen oder zu kichern, ist rücksichtslos gegenüber den anderen. Und das gilt selbst für die Minuten, bevor das Meeting losgeht. Denn mit diesem Verhalten schließen Sie Ihre Kollegen aus. Diese mögen sich dann fragen: Reden die beiden über mich? Das sorgt für schlechte Stimmung.

  • Anrufe annehmen.

    Zwischendurch E-Mails checken und beantworten. Das stört doch keinen. Das stimmt zwar, doch Sie sagen damit auch implizit, dass Ihnen andere Termine und Aufgaben wichtiger sind. Sie zeigen den Anwesenden damit auch Ihr Desinteresse am Thema. Sollten Sie auf eine wichtige Benachrichtigung warten, kommunizieren Sie das an Ihre Kollegen. Keiner wird es Ihnen übel nehmen, wenn Sie kurz vor die Tür gehen, um mit einem wichtigen Kunden zu telefonieren, weil dieser ein Problem hat. Doch sollten Sie das zu Beginn mitteilen, damit alle Bescheid wissen.

  • Einen Kollegen bloß stellen.

    Ein Meeting ist auch dazu da, um Vorschläge und Ideen kritisch zu diskutieren. Doch sollten Sie das nicht als Gelegenheit sehen, einem Kollegen eins reinzuwürgen. Sie sollten nie ausfallend und persönlich werden. Denn das fällt auch anderen Kollegen und dem Chef auf. Sie schädigen damit nicht nur Ihre Beziehung zum bloßgestellten Kollegen, sondern lassen auch Zweifel zu Ihrer Teamfähigkeit aufkeimen. Eine solche Aktion kann auch böse nach hinten losgehen, wenn sich beispielsweise alle anderen Kollegen auf die Seite des Bloßgestellten schlagen.

  • Den anderen ins Wort fallen.

    „Da bin ich völlig anderer Meinung“ – mit diesen Worten unterbrechen Sie Ihren Kollegen mitten im Satz. Auch, wenn Sie die Ansichten des Kollegen nicht teilen, ist es respektlos ihn auf diese Art und Weise zu unterbrechen. Damit fördern Sie nur eine rücksichtslose Diskussionskultur. Im Handumdrehen lässt niemand mehr den anderen ausreden. Das sorgt für Frust und eine hitzige Stimmung. Doch was ist, wenn jemand kein Ende findet und nicht auf den Punkt kommt? In so einem Fall kann es helfen, dass Sie die Hand heben, um zu signalisieren, dass Sie eine Frage haben. Selbst wenn der Redner auf diese Geste nicht eingeht, weiß er nun, dass er seine Redezeit ausgereizt hat.

  • Sich mit Häppchen vollstopfen.

    Gibt es bei dem Meeting Häppchen, Kaffee und Kuchen, ist das jedoch nicht als Einladung zur Mittagspause zu verstehen. Stellen Sie das Essen nicht in den Vordergrund, indem Sie sich den Teller vollpacken oder lautstark kauen. Auch vom Platz aufzustehen, um sich am Essen zu bedienen, ist ein No-Go.

  • Frühzeitig das Feld räumen.

    Nur wenn Sie einen wichtigen Anschlusstermin haben, können Sie das Meeting frühzeitig verlassen. Doch auch dann sollten Sie Ihren Abgang vorher ankündigen und nicht wortlos den Raum verlassen. Der Moderator ist dafür verantwortlich, dass die Zeit eingehalten wird. Es ist seine Aufgabe das Meeting zu beenden und die Diskussion zu vertagen, falls noch nicht alle Punkte geklärt wurden.

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Quelle: www.http://karrierebibel.de/meeting-knigge/