Kommunikation

Richtig Feedback geben – Wie, Wann, Wer?

Veröffentlicht unter Kommunikation - 31. Mai 2017
Feedback CONVINTO Sabine Henjes Coaching Hamburg

Über eine Tatsache lässt sich nicht streiten: Feedback ist wichtig! Regelmäßige Updates über das eigene Verhalten bzw. die getane Arbeit machen eine zentrale Dimension des Arbeitsalltags aus. Es hilft, besser zu reflektieren und Arbeitsabläufe zu optimieren.

Wie man richtig Feedback gibt

Gerade weil Feedback so eine wichtige Rolle einnimmt, sollte es professionell und sinnvoll eingesetzt werden. Um richtig Feedback zu geben, empfiehlt es sich, bestimmte Vorgehensweisen einzuhalten.

Dies beginnt mit der Frage: Warum gebe ich eigentlich ein Feedback? Das Ziel so eines Gespräches sollte im Vorfelde klar definiert werden. Es macht einen Unterschied, ob Sie einen Mitarbeiter für gute Leistungen loben oder auf Optimierungsbedarf hinweisen möchten.

Neben der Definition des Gesprächsziels, gibt es auch einige Regeln, die man berücksichtigen sollte:

  1. Feedback wird im Vier-Augen-Gespräch geführt. Sonst kann es für den Betroffenen und die Außenstehenden sehr unangenehm werden.
  2. Drücken Sie sich präzise aus. Feedback muss leicht verständlich und klar formuliert sein.
  3. Sprechen Sie nur für sich selbst. Vermeiden Sie Formulierungen wie „Die Leute sagen…“ o. ä.
  4. Offenheit hilft. Erklären Sie dem Mitarbeiter, welche Gefühle bestimmte Verhaltensweisen seinerseits in Ihnen und den Kollegen auslösen.
  5. Vermeiden Sie eine Ansprache mit „Sie“ bzw. „Du“. Der Mitarbeiter kann sich dadurch schnell in die Defensive gedrängt fühlen. Sprechen Sie stattdessen von Ihren eigenen Wahrnehmungen.
  6. Beenden Sie das Feedbackgespräch mit etwas Positivem.
  7. Erkennen Sie Verbesserungen an. Sofern der Mitarbeiter Ihr Feedback erfolgreich umgesetzt hat, lassen Sie es ihn wissen!

Positive Leistungen gehören anerkannt

Mindestens ebenso wichtig wie Kritik anzusprechen ist die Anerkennung positiver Leistungen. „Ich kann nicht ständig loben“, mag vielleicht der ein oder andere Vorgesetzte jetzt denken. Diese Formulierung benutzte tatsächlich eine Führungsperson im Zuge eines CONVINTO Coachings.

Tatsächlich geht es nicht darum, STÄNDIG Lob auszusprechen. Trotzdem: positive Leistungen sollten gesehen und anerkannt werden. Loben Sie Ihre Mitarbeiter, wenn etwas besonders gut gelungen ist. Dies ist natürlich gut für das Betriebsklima und die Stimmung im Team, auch die Leistungen können durch positive Anerkennung weiter verbessert werden.

Außerdem strebt jeder von uns nach Wertschätzung durch andere und freut sich über ein freundliches Wort.

Warum auch Chefs Feedback bekommen sollten

Die klassische Aufteilung von Feedbackgeber und –nehmer entspricht sicher einer Chef zu Arbeitnehmer Konstellation. Aber: das muss und dürfte nicht immer so sein. Auch der Vorgesetzte sollte sich immer mal wieder den Einschätzungen der eigenen Mitarbeiter stellen.

In vielen Fällen funktioniert diese Aufteilung noch nicht ganz so gut. Begründet werden kann dies teilweise sicher mit der Sorge vor einem Statusverlust. In der Regel befindet sich der Feedbackgeber in einer höheren Position. Als Chef nun in der Kritik zu stehen, könnte daher für manch einen schwierig sein. Diese Angst gehört allerdings tief in die Schubladen veralteter Ansichten und Hierarchien verbannt.

Ein moderner Chef ist gesprächsbereit und offen. Und ja, bekommt auch einmal selbst Feedback. Auf diese Weise kann der eigene Führungsstil bestmöglich reflektiert und verbessert werden. Und damit wächst auch der Erfolg der Abteilung / des Unternehmens.

 

Es lässt sich festhalten: ein effektives Feedback ist für jeden ein echter Gewinn!

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