Motivation

Erfolg & Misserfolg – Wie entsteht Leistungsmotivation?

Veröffentlicht unter Motivation - 12. Januar 2018
Erfolg Coaching Hamburg Sabine Henjes CONVINTO

Zählen Sie zu jenen, die Herausforderungen anpacken und hochmotiviert in jeden neuen Tag starten? Oder kommen Sie eher schlecht in die Gänge und scheuen schwierige Aufgaben? Ob nun Typ „A“ oder „B“ – wie motiviert wir sind ist kein Zufall. Besonders unsere ganz persönliche Leistungsmotivation wird durch unterschiedliche Faktoren bestimmt. Ob wir nun hohe oder niedrige Ansprüche an die eigene Leistung haben, liegt an unseren Erfahrungen mit Erfolg und Misserfolg.

Wie risikofreudig sind Sie?

Die eigene Leistungsmotivation ist nicht von sich aus aktiv. Sie untersteht keinem Instinkt, der für eine besondere Motivation sorgt. Wir bestimmen unsere Leistungsmotivation. Sie orientiert sich an unseren Vorstellungen, Werten sowie Motiven. Bevor wir uns also einer Aufgabe stellen, legen wir fest, was bzw. wie viel wir erreichen möchten.

Die Wahl der Aufgabenschwierigkeit wurde durch R. T. Atkinson in einem Modell festgehalten. Das in der Motivationspsychologie bekannte Risikowahl-Modell beschreibt, welches Ziel sich eine Person vor der Erfüllung einer Aufgabe setzt. Es misst die Aufgabenwahl und außerdem die Motivationsstärke. Setzt sich ein Schwimmer das Ziel, 100m Schmetterling in 1 Minute oder 1,30 Minuten zu absolvieren? Strebt ein Student eine Bewertung von 1,0 der Seminararbeit an oder reicht das bloße Bestehen bereits aus?

Für welche Zielsetzung sich ein Mensch schlussendlich motivieren kann, hängt von den Variablen Erfolgswahrscheinlichkeit sowie Anreiz ab.

Erfolg oder Misserfolg als Leitfaden

Risikowahl-Modell

Risikowahl-Modell (eigene Darstellung)

Darüberhinaus geht das Risikowahl-Modell davon aus, dass es generell zwei verschiedene Typen gibt. Sie unterscheiden sich durch abweichende Motive.

  • Typ A: Das Motiv, Erfolg zu erzielen (Hoffnung)
  • Typ B: Das Motiv, Misserfolg zu vermeiden (Furcht)

Erfolgsorientierte Menschen des A Typus gelten als die risikofreudigere Gruppe. Sie suchen Leistungssituationen und wählen gern schwierigere Aufgaben. Sie stellen sich Herausforderungen, um nach Zielerfüllung stolz auf sich sein zu können. Der Typ A plant Erfolg ein und kann  außerdem auch unter Druck Leistung abrufen.

Der Typ B kategorisiert misserfolgsorientierte Menschen. Dieser Typus zeichnet sich dadurch aus, dass sie von der Angst des Scheiterns geleitet werden. Die Furcht vor Versagen lässt sie Leistungssituation vermeiden. Anders als Typ A wählen sie eher leicht erfüllbare Aufgaben.

Typ A oder Typ B?

Woran liegt es nun, dass wir erfolgsorientiert oder misserfolgsorientiert sind, eine hohe oder eine niedrige Leistungsmotivation besitzen?

Tatsächlich ist die Ausprägung unserer Leistungsmotivation auf persönliche Erfahrungen zurückzuführen. Haben Sie gute Erfahrungen mit Herausforderungen gemacht und konnten Sie in der Vergangenheit außerdem regelmäßig Erfolge verbuchen, werden Sie Leistungssituationen nicht so leicht ins Schwitzen bringen. Sie gehören zu den erfolgsorientierten Menschen.

Anders verhält es sich, wenn Sie bis dato kaum positive Assoziationen zu Leistung sowie Druck herstellen können. Wenn Sie schlechte Erfahrungen gemacht haben, werden Sie das Thema Leistung mit negativen Emotionen verknüpfen. Die Folge ist dann häufig Vermeidung sowie die Tendenz eines misserfolgsorientierten Verhaltens.

Tipps für Führungskräfte: Vermeidung von Misserfolg

Eine grundlegend negative Haltung zu Leistung kann die Produktivität im Arbeitsalltag extrem behindern. Um ihre Mitarbeiter zu motivieren und ihre Leistungsfähigkeit zu stärken, helfen einige bewusste Verhaltensweisen:

  • Realistische Aufgabenstellung: Wiegen Sie ab, ob eine Aufgabe für eine Person zu schaffen ist oder doch eher von einem kleinen Team bearbeitet werden sollte.
  • Transparenz: Gehen Sie offen mit Ihren Anforderungen um und kommunizieren Sie die Erwartungen.
  • Feedback: Geben Sie Ihren Mitarbeitern rechtzeitig sowie ehrliches Feedback zur erbrachten Arbeitsleistung.
  • Lob: Positive Worte sind ein echter Motivations-Boost!

Mit diesen Tipps vermeiden Sie Misserfolge und halten die Motivation ihres Teams hoch.

 

Der CONVINTO-Workshop „Motive erkennen – Motivation fördern“ hilft Ihnen dabei, Ihre ganz persönliche Leistungsmotivation zu entdecken.

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