Kommunikation

Emotionale Intelligenz ist erlernbar!

Veröffentlicht unter Kommunikation - 19. Oktober 2017
emotionale Intelligenz CONVINTO

Wir alle verfügen über emotionale Intelligenz. Eingeführt von Hohn D. Mayer definiert dieser Begriff die Fähigkeit, sowohl die eigenen als auch die Gefühle anderer zu erkennen, zu verstehen und zu beeinflussen. Wie auch der klassische Intelligenzquotient variiert die emotionale Intelligenz beim Menschen.  Bei dem einen ist diese also stärker, beim anderen etwas geringer ausgeprägt. Der Zugang zu Gefühlen kann mitunter verschüttet sein, denn nicht immer ist angesagt, diese offen auszuleben. Die Erziehung oder gesellschaftlichen Normen bewirken, dass wir Gefühle häufig unterdrücken, um nicht angreifbar zu werden. Oder sie brechen unkontrolliert aus und behindern damit eine gelungene Kommunikation oder Zusammenarbeit. Ein guter Zugang zu Emotionen hat viele Vorteile: Sie können sie nutzen, um authentisch zu präsentieren, in einem guten Zustand zu kommunizieren und nebenher mit sich selbst ins Reine zu kommen.

Was gehört nun zur emotionalen Intelligenz und kann man diese trainieren? 

Vier Ebenen

Emotionale Intelligenz besteht aus verschiedenen Teilkompetenzen. Jeder dieser Ebenen ist sowohl auf die eigenen als auch auf die Gefühle anderer Menschen anwendbar. Sie alle können trainiert werden und gefestigt werden. 

  1. Gefühle wahrnehmen: Hierbei werden Emotionen von Mitmenschen präzise erkannt. Hilfsmittel dabei sind Mimik, Gestik, Stimmlage und Körpersprache. Neben einem guten Gespür für andere, nehmen Menschen auch die eigenen Gefühle wahr.
  2. Gefühle verstehen: Es ist wichtig, den Zusammenhang zwischen Gefühlen und deren Auslösern herstellen zu können. Es muss verstanden werden, dass Emotionen mit Werten und Bedürfnissen verknüpft sind und unsere Gefühlswelt auch unsere Leistungsfähigkeit beeinflussen kann.
  3. Gefühle regulieren: Gefühle und das Ausleben dieser sollten der jeweiligen Situation angemessen sein. Menschen, die ihre Gefühle regulieren können, sind in der Lage, bestimmte Emotionen abzuschwächen, wenn diese in einer bestimmten Situation Fehl am Platz und nicht zielführend wären.
  4. Gefühle nutzen: Wer Gefühle nutzt, begreift sie als Antreiber. Gefühle zeigen uns, dass bestimmte unserer Werte angesprochen wurden. Verspürt ein Mensch z. B. Wut, wurden in ihm häufig Werte verletzt. Nun kann dieses Gefühl genutzt werden, um diese Verletzung zu erkennen und, um nötige Veränderung anzugehen. Wer weiß, wodurch er in eine bestimmte Gefühlslage kommt, die in einer Situation hilfreich sein könnte (z. B. das Gefühl von Motivation beim Sport), kann diese Gefühle gezielt durch Musik, Motivationskarten o. ä. triggern und nutzen.

Emotionale Intelligenz lässt sich trainieren

Es ist nicht immer leicht die eigenen und die Gefühle anderer richtig einzuordnen und angemessen mit Emotionen umzugehen. Menschen sind zudem unterschiedlich empathisch. Sie sind von Zuhause unterschiedlich geprägt. Die gute Nachricht ist aber, dass wirklich jeder seine emotionale Intelligenz trainieren und stärken kann! 

Um Gefühle wahrzunehmen hilft: 

  • Bewusstes Beobachten seines Umfelds
  • Achtsames Reinspüren in den eigenen Körper

Das Verstehen von Gefühlen kann auch geschult werden, z. B. folgendermaßen: 

  • Aneignen von theoretischem Wissen über Emotionen
  • Führen eines Gefühlstagebuchs 

Wer seine Gefühle besser regulieren können möchte, sollte: 

  • Achtsamkeitsübungen und kognitive Techniken erlernen und anwenden (z. B. eine andere Perspektive einnehmen oder sich bei Gefühlsüberflutungen erstmal zu beruhigen)
  • Gefühle und Verhaltensmuster der Mitmenschen direkt ansprechen 

Gefühle können effizienter genutzt werden, wenn man einiges beachtet: 

  • Bewusstmachen von Gefühlen, Auslösern und Wirkung
  • Erlernen bestimmter Kommunikationstechniken, wie z. B. eine bildhafte Sprache, um bei anderen Emotionen auszulösen. 

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